2. Vom Baugrundstueck zum Planentwurf

Euskirchen_61_03

2. VOM BAUGRUNDSTÜCK ZUM PLANENTWURF 2.1 Grundstücksmarkt Die Beschaffung eines geeigneten Grundstücks erfolgt normalerweise auf dem „freien“ Markt über Zeitungsannoncen oder durch Einschaltung von Immobilienmaklern. Daneben können auch Anfragen bei Gemeinden, gemeinnützigen – insbesondere kirchlichen – Institutionen zum Ziel führen. 2.2 Voraussetzungen für die Bebaubarkeit Grundstückseigentümer oder -käufer sollten sich bei der Genehmigungsbehörde (Stadt-, Gemeinde- oder Kreisverwaltung) erkundigen, ob das Grundstück nach den planungsrechtlichen Eigenschaften und dem Stand der Erschließung tatsächlich ein Baugrundstück ist und wie es bebaut werden kann. Ein Grundstück ist bebaubar, wenn a. ƒƒes im Geltungsbereich eines Bebauungsplanes liegt, ƒƒdas Bauvorhaben im Einklang mit diesen Festsetzungen steht, ƒƒund die Erschließung gesichert ist oder b. ƒƒes zwar nicht im Geltungsbereich eines qualifizierten Bebauungsplanes liegt, aber innerhalb eines im Zusammenhang bebauten Ortsteils ƒƒund es sich in die Eigenart der näheren Umgebung einfügt, insbesondere das Ortsbild nicht beeinträchtigt ƒƒund die Erschließung gesichert ist oder c. ƒƒes im Außenbereich (außerhalb des Geltungsbereichs eines Bebauungsplans und außerhalb eines im Zusammenhang bebauten Ortsteils) liegt und z. B. einem land- oder forstwirtschaftlichen Betrieb dient. Fazit: Ohne ausreichende Erschließungsanlagen ist ein Grundstück nicht bebaubar. Ein Rechtsanspruch des Grundstückseigentümers auf Erschließung besteht nicht. Selbst wenn ein Grundstück baureif ist, steht damit in der Regel noch nicht fest, wie tatsächlich gebaut werden darf. Die Genehmigungsbehörde gibt zwar Auskünfte über die Bebauungsmöglichkeiten (z. B. Anzahl der Geschosse, überbaubare Fläche, Platzierung von Garagen und Stellplätzen), aber erst eine Bauvoranfrage (Antrag auf Vorbescheid) verschafft Rechtssicherheit darüber, ob die Vorstellungen des Bauherrn auf diesem Grundstück realisierbar sind. Schwerwiegende Hemmnisse könnten z. B. durch Satzung geschützte Baumbestände oder Einwände aus Gründen des Denkmalschutzes sein. Ist das künftige Baugrundstück in seinen rechtlichen Grenzen noch nicht vorhanden, so ist zunächst eine Vermessung zum Zweck der Teilung erforderlich. Auskünfte hierüber erteilen die Öffentlich bestellten Vermessungsingenieure, sowie die Abteilung 62 Geoinformation, Vermessung und Kataster im Geschäftsbereich IV Ihrer Kreisverwaltung Euskirchen. 2.3 Der Grundstückskauf Bevor Sie sich endgültig für ein Grundstück entscheiden, sollten Sie es genauer kennen lernen. Eine wichtige Rolle spielt die Untergrundbeschaffenheit. Bei felsigem Grund oder hohem Grundwasserspiegel müssen beispielsweise entsprechende Vorkehrungen getroffen werden, die auch die Baukosten erhöhen. Auskünfte erhalten Sie gegebenenfalls von der Stadt- oder Gemeindeverwaltung, von Baugeschäften am Ort oder von Nachbarn. Die Gewähr dafür, dass sich keine derzeit bekannten schädlichen Bodenverunreinigungen (sog. Altlasten) im Bereich Ihres


Euskirchen_61_03
To see the actual publication please follow the link above