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Euskirchen_61_03

4. BAUEN IM KREIS EUSKIRCHEN Stadt Schleiden Blankenheimer Str. 2–4 ∙ 53937 Schleiden Telefon: 02445/89-234 Telefax: 02445/89-250 E-Mail: rathaus@schleiden.de Internet: www.schleiden.de Gemeinde Weilerswist Bonner Str. 29 ∙ 53919 Weilerswist Telefon: 02254/9600-160 Telefax: 02254/9600-200 E-Mail: gemeinde@weilerswist.de Internet: www.weilerswist.de Stadt Zülpich Markt 21 ∙ 53909 Zülpich Telefon: 02252/52-269 Telefax: 02252/52-299 E-Mail: buergermeister@stadt-zuelpich.de Internet: www.stadt-zuelpich.de 4.2 Einführung in das Baurecht Der Wunsch nach einem eigenen Haus ist für viele Menschen ein erstrebenswertes Lebensziel. Vorbereitung, Planung, Finanzierung, Genehmigung und Durchführung eines solchen Vorhabens sind nicht alltägliche Vorgänge und setzen eine Reihe von Kenntnissen voraus. Vom Gesetzgeber sind dem Bauherrn eine Anzahl von Aufgaben übertragen worden, für die er verantwortlich ist. So hat er zur Vorbereitung, Überwachung und Ausführung einen Entwurfsverfasser, einen Unternehmer und einen Bauleiter zu beauftragen. Ihnen obliegen gegenüber der Bauaufsichtsbehörde die nach öffentlich-rechtlichen Vorschriften erforderlichen Anzeigen und Nachweise. Der Bauherr und sein Architekt haben den Bauantrag mit allen erforderlichen Unterlagen schriftlich bei der zuständigen Bauaufsichtsbehörde einzureichen. 4.3 Das Baugesetzbuch Das Baugesetzbuch hat fortlaufend seit 1998 eine Reihe von Erleichterungen für die Erstellung von Bebauungsplänen und Satzungen gebracht. So ist beispielsweise eine Genehmigung der Bezirksregierung derjenigen Bebauungspläne und Satzungen nicht mehr notwendig, die aus dem Flächennutzungsplan entwickelt werden. Daneben sind die Umweltschutzbelange gestärkt worden. Bei der Planung ist auch der Einsatz erneuerbarer Energien zu berücksichtigen, mit Grund und Boden soll sparsam umgegangen werden und für bestimmte Vorhaben wurde die Umweltverträglichkeitsprüfung eingeführt. Der Ausgleich von Eingriffen in Natur und Landschaft kann nunmehr durch entsprechende Maßnahmen im Bebauungsplan, in anderen Bebauungsplänen oder auch durch Verträge sichergestellt werden. Zur Beschleunigung ist die Hinzuziehung von Abrundungsflächen im Außenbereich durch Aufstellung einer Satzung insoweit erleichtert worden, als die Hinzuziehung auch ohne eine Ortslagensatzung möglich ist. Ferner haben die Städte und Gemeinden die Instrumente des städtebaulichen Vertrages nach § 11 BauGB und des Vorhaben- und Erschließungsplanes nach § 12 BauGB. Die Umnutzung ehemals landwirtschaftlich genutzter Gebäude ist unter bestimmten Voraussetzungen erleichtert. Danach kann nicht nur eine Wohnnutzung, etwa in einem bisherigen Stallgebäude, genehmigt werden, sondern auch eine gewerbliche Nutzung. Hierzu müssen eine Reihe von Voraussetzungen entsprechend den gesetzlichen Regelungen vom Antragsteller nachgewiesen werden.


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