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Euskirchen_61_03

4. BAUEN IM KREIS EUSKIRCHEN antragsunterlagen gilt die Bauprüfverordnung (BauPrüfVO). Vorlageberechtigt für einen Bauantrag sind alle Entwurfsverfasser/innen gemäß § 70 BauO NRW, das sind Architekten und manche Bauingenieure. Der Bauantrag ist bei meiner Abteilung 63 Bauen und Wohnen bzw. den Städten Euskirchen und Mechernich einzureichen und muss mindestens folgende Unterlagen enthalten: 4.8.1 Lageplan (§ 3 BauPrüfVO) Der Lageplan ist auf der Grundlage einer amtlichen Flurkarte im Maßstab 1:250 oder 1:500 (in der Regel von einem öffentlich bestellten Vermessungsingenieur) zu erstellen. Inhalt und Umfang der Darstellungen sind in der Bauprüfverordnung im einzelnen genannt. Die benötigte Flurkarte ist bei meiner Abteilung 62 Geoinformation, Vermessung und Kataster zu beziehen. 4.8.2 Bauzeichnungen (§ 4 BauPrüfVO) Für die Bauzeichnungen gilt der Maßstab 1:100. Die Pläne müssen sämtliche für eine Beurteilung wichtigen Angaben enthalten. Hierzu gehören alle Grundrisse, Schnitte und Ansichten mit beurteilungsfähiger Vermassung, auch für Bauteile, die über die Außenhaut des Gebäudes hinaus sichtbar werden. 4.8.3 Baubeschreibung (§ 5 BauPrüfVO) Soweit die für die Prüfung des Antrages notwendigen Angaben nicht bereits im Lageplan und in den Bauzeichnungen enthalten sind, sind diese in einer Baubeschreibung darzulegen. In der Baubeschreibung ist das Vorhaben insbesondere hinsichtlich der Bauprodukte und Bauarten, die verwendet und angewendet werden sollen, seine äußere Gestaltung (Baustoffe, Farben) und seine Nutzung zu erläutern. Für gewerbliche und landwirtschaftliche Anlagen werden gesonderte Bau- und Betriebsbeschreibungen verlangt. 4.8.4 Die Bauantragsunterlagen Die Bauantragsunterlagen sind bei der zuständigen Bauaufsichtsbehörde in 3-facher Ausfertigung einzureichen. Bei Anwendung des Freistellungsverfahrens genügt die Vorlage einer einfachen Ausfertigung bei der hierfür zuständigen Stadt/Gemeinde. 1. Antragsformular 2. Lageplan Maßstab 1:500 3. Berechnung des Maßes der baulichen Nutzung 4. Beglaubigter Auszug aus der Liegenschaftskarte/ Flurkarte 5. Auszug aus der Deutschen Grundkarte 6. Bauzeichnungen Maßstab 1:100 7. Rechnerischer Nachweis über die Höhe des Fußbodens des höchstgelegenen Aufenthaltsraumes über der Geländeoberfläche 8. Baubeschreibung auf amtlichem Vordruck 9. Die Nutzung ist je nach Vorhaben und planungsrechtlicher Lage ggf. zusätzlich detailliert zu erläutern. 10. Erhebungsbogen für die Baustatistik, 1-fach 11. Berechnung des umbauten Raumes nach DIN 277 12. Nachweis der Bauvorlageberechtigung der Entwurfsverfasserin/des Entwurfsverfassers 13. ggf. begründeter Befreiungs- bzw. Abweichungsantrag 14. weitere technische Angaben bei besonderen Gebäuden (Sonderbauten) 15. Spätestens bis zum Baubeginn sind gem. § 68 Abs. 2 BauO NRW folgende Nachweise vorzulegen: ƒƒ zur Standsicherheit ƒƒ zum Wärmeschutz ƒƒ zum Schallschutz ƒƒ zum Brandschutz Bei großen Sonderbauten gemäß § 68 Abs.1 Satz 3 BauO NRW ist ein Brandschutzkonzept und die geprüfte Statik mit den Bauvorlagen einzureichen.


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