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7. BAUEN UND UMWELT 50/51 Trennsystem Das Schmutzwasser und das Niederschlagswasser werden bei diesem System in zwei getrennten Rohrleitungen abgeleitet. Das Schmutzwasser wird der Kläranlage zugeführt, während das Regenwasser in eine zentrale Versickerungseinrichtung oder in einen ortnahen Bachlauf – ggf. mit vorheriger Rückhaltung oder Reinigung – eingeleitet wird. Mischsystem Hier werden das Schmutzwasser und das Niederschlagswasser in einer gemeinsamen Kanalleitung einem Klärwerk zugeleitet. Die großen Wassermengen bei Starkregen erfordern Regenentlastungsbauwerke in den Mischsystemen, aus denen verdünntes Mischwasser in die Gewässer abgeschlagen wird. Die Benutzung der gemeindlichen Kanalisationsnetze erfolgt nach den Bestimmungen der Entwässerungssatzungen der Städte und Gemeinden. Lage und Tiefe des Kanalanschlusspunktes, Fragen der Rückstausicherung, der Drainagewasserableitung und der Abwasserqualität können bei der örtlich zuständigen Kommune geklärt werden. Der Kanalanschluss ist genehmigungspflichtig. Eine frühzeitige Abstimmung mit der zuständigen Stadt-/Gemeindeverwaltung ist daher ratsam. Grundstückseigene Abwasserbeseitigungs- anlagen Steht eine Kanalisation zur Abwasserbeseitigung nicht oder noch nicht zur Verfügung, kann ein Grundstück nur bebaut werden, wenn eine grundstückseigene Abwasserbeseitigungsanlage (private Kleinkläranlage) errichtet und betrieben wird. Folgende Anlagen der Abwasserbeseitigung kommen – abhängig von den örtlichen Grundstücksverhältnissen (z. B. Topographie, Bodenbeschaffenheit) – in Betracht: ƒƒVollbiologische Kleinkläranlagen (hierunter fallen auch Pflanzenkläranlagen bzw. Teichkläranlagen) mit Einleitung in oberirdische Gewässer bzw. in das Grundwasser (verschiedene Hersteller bieten hier verschiedene Anlagentypen an) – keine Neuzulassung mehr im Innen- und Bebauungsplanbereich.


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