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7. BAUEN UND UMWELT fahren mit sich bringen, Hochwassergefahren, die bei anhaltenden, starken Niederschlägen und bei Schneeschmelzen entstehen können. Weiterhin ist zu beachten, dass Gewässer als Bestandteil des Naturhaushaltes so zu berücksichtigen sind, dass sie dem Wohl der Allgemeinheit und im Einklang mit ihm auch dem Nutzen Einzelner dienen und dass jede vermeidbare Beeinträchtigung unterbleibt. Für größere Gewässer hat das Land Nordrhein Westfalen Überschwemmungsgebiete festgesetzt, in deren Grenzen grundsätzlich Änderungen der Erdoberfläche oder bauliche Anlagen (auch Bepflanzungen oder Zaunanlagen) nicht zulässig sind bzw. nur unter bestimmten Bedingungen zugelassen werden können. In der Regel ist für in Anspruch genommenen Überschwemmungsraum Ausgleich zu schaffen. Neben den Belangen des Hochwasserschutzes sind stets auch ökologische Belange von Ihnen zu berücksichtigen. Der Einbau von Recycling-Baustoffen In Nordrhein-Westfalen fallen aufgrund der hohen Siedlungsdichte und der besonderen Industriestruktur große Mengen an aufbereiteten Altbaustoffen (Recycling-Baustoffen) und industriellen Nebenprodukten an, die im Erd- und Straßenbau wirtschaftlich sinnvoll wieder verwertet werden können. Bei den Recycling-Baustoffen, auch Sekundärrohstoffe genannt, wird, bezogen auf ihre Zusammensetzung und Inhaltsstoffe, nach ihren wasserwirtschaftlichen Merkmalen zwischen einer besseren Qualität (RCL I-Material) und einer schlechteren Qualität (RCL II-Material) unterschieden. So ist bei der Verwendung des qualitativ schlechteren RCL II-Materials eine wasserundurchlässige Abdeckung erforderlich; wird RCL I-Material eingebaut, ist dies nicht notwendig, allenfalls ein Schutzabdeckung, um dieses Material nicht zu verschleppen (z. B. bei Fahrbahnflächen). RCL-Material enthält mineralische (wasserlösliche) Stoffe, die in Grund- und Oberflächengewässer sowie in den Boden eindringen und dadurch beim Einbau deren Beschaffenheit negativ beeinträchtigen können. Geringere Einbaumengen, wie z. B. kleinere Bauschuttmengen für Wegausbesserungen oder Geländeauffüllungen, stellen bei günstigen Standortbedingungen und Materialzusammensetzungen in der Regel kein erhebliches Gefährdungspotential dar. Um eine Verunreinigung von Wasser und Boden zu verhindern, hat der Gesetzgeber festgelegt, dass grundsätzlich vor Einbau von RCL-Material eine behördliche Erlaubnis einzuholen ist. Zuständige Behörde ist die Abt. 60.2 Untere Wasserbehörde bei der Kreisverwaltung Euskirchen. Aus dem Erlaubnisantrag muss Art und Herkunft der mineralischen Stoffe, der Gütenachweis des RCL-Materials einschließlich aktueller Analyseergebnisse, Ort des Einbaus und die Einbauweise sowie die Menge hervor gehen. Weitere Fragen zum Thema „Einbau von Recycling-Baustoffen“ beantwortet Ihnen gerne meine Untere Wasserbehörde. Antragsformulare und Merkblätter der unterschiedlichsten Bereiche der Unteren Wasserbehörde können aus dem Internet unter www.kreis-euskirchen.de, Rubrik Formulare, Bereich Wasser, heruntergeladen werden. Dort sind auch die Karten über festgesetzte Überschwemmungsgebiete oder Hochwassergefahrenkarten einzusehen. Holzlager in der Eifel


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