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7. BAUEN UND UMWELT 58/59 Achten Sie bei der Dämmung zusätzlich auf umweltfreundliche Dämmmaterialien, ist bereits viel gewonnen! Gute Dämmeigenschaften haben neben dem bereits oben erwähnten Holz auch eine Vielzahl anderer Produkte aus nachwachsenden Rohstoffen, allen voran die Cellulose. Holzfasern und Holzwolle, Flachs, Kokosprodukte, Hanf, Stroh und Schilf ergänzen die Palette natürlicher Dämmstoffe. Auch Schafwolledämmstoffe werden von verschiedenen Herstellern angeboten. Auch bei Schalldämmungen liefern Produkte aus nachwachsenden Rohstoffen überzeugende Leistungen. Nachwachsende Rohstoffe tragen auf vielfältige Weise zu einer nachhaltigen Energie- und Rohstoffbereitstellung bei. Sie helfen, den Klimawandel zu bremsen, in dem sie bei der energetischen Nutzung weniger Treibhausgase freisetzen als fossile Rohstoffe und bei der stofflichen Nutzung sogar Kohlendioxid konservieren. Werden nachwachsende Rohstoffe in heimischer Land- und Forstwirtschaft erzeugt und hierzulande auch weiter verarbeitet und verbraucht, bleibt die damit zusammenhängende Wertschöpfung im Land und generiert in der Regel neue Arbeitsplätze. Gerade für den strukturschwachen und oft von Abwanderung geprägten ländlichen Raum bietet dies große Chancen und neue Perspektiven für die Menschen vor Ort. Nachwachsende Rohstoffe punkten so auf ökologischer, ökonomischer und sozialer Ebene und werden Nachhaltigkeitskonzepten vielfältig gerecht. Innenausbau Auch bei der Auswahl von Möbeln, Teppichen, Tapeten und Farben sollten Sie die Aspekte Umwelt und Gesundheit beachten. Oft gasen Formaldehyd, Lösemittel oder andere Chemikalien aus der Inneneinrichtung aus; die Innenraumluft kann dadurch deutlich belastet werden. Die Schadstoffe stammen dabei aus den Werkstoffen oder auch aus Klebern und Beschichtungen und können Kopfschmerzen, Übelkeit, Schleimhautreizungen und andere Befindlichkeitsstörungen auslösen. Als Orientierungshilfe bei der Suche nach emissionsarmen Produkten können z. B. der „Blaue Engel“ des Umweltbundesamtes und das „Goldene M“ der Deutschen Gütegemeinschaft Möbel (DGM, Tillystr. 2, 90431 Nürnberg, www.dgm-moebel.de) dienen. Die Herstellung von natürlichen Farben praktiziert die Arbeitsgemeinschaft Naturfarben (AGN, Im Asenwald 12, 70599 Stuttgart, Telefon: 0711/7227951). Die der AGN angeschlossenen Hersteller stellen auch Volldeklarationen aller Inhaltsstoffe ihrer Farben zur Verfügung. Weitergehende Informationen Eine umfassende Information zum ökologischen Bauen und Wohnen lässt sich in einer Broschüre wie dieser nicht unterbringen. Bei den folgenden Institutionen finden sie weitere Infos: ƒƒBundesverband Gesundes Bauen und Wohnen Postfach 1543 ∙ 38005 Braunschweig Telefon: 0531/352851 E-Mail: mail@bv-gbw.de


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