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7. BAUEN UND UMWELT 62/63 Raumheizung Sparmaßnahmen im Bereich der Raumheizung sind somit besonders effektiv; durch die Ausnutzung aller heute schon zur Verfügung stehender Möglichkeiten kann der Verbrauch erheblich reduziert werden. Hauptursache der schlechten Energieausbeute und damit einer erhöhten Umweltbelastung ist der geringe Wirkungsgrad veralteter Heizkessel. Erhebliche Wärmemengen verlassen das Haus ungenutzt über den Schornstein. Jeder Verbrennungsprozess führt zu einer Anreicherung der Erdatmosphäre mit Schadstoffen, insbesondere Kohlendioxid. Dies ist die Ursache für den heutigen Treibhauseffekt. Um den Treibhauseffekt und die damit verbundenen Folgen in Grenzen zu halten, ist somit eine Reduzierung des Kohlendioxidausstoßes notwendig. Durch moderne Heizungsanlagen können Abgasverluste und somit Schadstoffe erheblich verringert werden. Eine umweltfreundliche Feuerungsanlage leistet einen Beitrag zum Klimaschutz und spart darüber hinaus durch eine optimale Energieausbeute unmittelbar Gas oder Öl und damit Geld. Jeder Besitzer einer Heizung kann sich anhand der Bescheinigung des Schornsteinfegers selbst ein Bild über den Zustand seiner Anlage machen. Im Messprotokoll muss beispielsweise immer die Rußzahl angegeben sein. Ist sie größer als „0“, zeigt dies einen Niederschlag unverbrannter Kohlenstoffe an, die Verbrennung ist also nicht vollständig. Der Kohlendioxidgehalt sollte bei ölgefeuerten Anlagen bei 12 % liegen, keinesfalls darf der Wert von 14 % überschritten werden. In der Vergangenheit hat man die Heizung aus Sicherheitsgründen gerne eine Nummer zu groß gewählt, damit es auch im kältesten Winter ausreichend warm war. Dieses „Darf es ein bisschen mehr sein?“ ist für den Heizungsbauer heute längst keine Frage mehr. Es muss die richtige Heizung sein, berechnet nach dem tatsächlichen Wärmebedarf der jeweiligen Wohnung. Nach Ansicht der Arbeitsgemeinschaft der Verbraucherverbände (AgV) gilt unter den modernen Heizkesseln der Brennwertkessel als „besonders energiesparende und umweltschonende Wärmeerzeugung“. Der Brennwertkessel rentiert sich vorerst jedoch nur bei Gasbetrieb. Durch die Weiterentwicklung der Heizkessel und ihrer Steuerungstechnik, durch die Ausnutzung aller sinnvollen Maßnahmen der Wärmedämmung sowie durch eine energiesparende Handhabung der Heizung ist es in Einzelfällen möglich, den Energieverbrauch um mehr als 70 % zu senken: ƒƒErneuerung alter Heizungskessel und Brenner durch moderne Gasbrenner (Brennwerttechnik) ƒƒEinbau einer modernen elektronischen Regeltechnik (Außentemperatursteuerung) ƒƒ regelmäßige Wartung der Heizungsanlage ƒƒ Isolierung der Rohrleitungen, Wärmedämmung zum Keller und Dach, Einbau von Wärmeschutz-Fenstern ƒƒDie Auswahl der Energieträger steht im direkten Zusammenhang zum Ausstoß von Kohlendioxid und anderen Schadstoffen. Gas und Fernwärme und moderne automatische Holzheizungen sind unter Umweltgesichtspunkten am günstigsten. www.hammer-heimtex.de


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