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10. BAUEN UND DENKMALSCHUTZ 68/69 10.2 Erlaubnispflicht Bauliche Veränderungen an Baudenkmälern greifen fast zwangsläufig in die Substanz ein, vor allem dann, wenn Gebäude mit zeitgemäßem Komfort ausgestattet werden sollen. Einschneidende Umbaumaßnahmen erfordern viel Fingerspitzengefühl und Erfahrung. Hier müssen schon im Planungsstadium Architekt und Denkmalpfleger zur Beratung hinzugezogen werden. Sind Bauteile, wie zum Beispiel Fenster auszuwechseln, müssen sie auf Erhaltungswürdigkeit geprüft und aufgrund des Befundes repariert oder ersetzt werden. Da Maßnahmen an einem Denkmal nach § 9 des Denkmalschutzgesetzes NW erlaubnispflichtig sind, ganz gleich, ob diese in, an oder in naher Umgebung eines Baudenkmals stattfinden, ist eine vorherige Beratung unabdingbar. In allen Fragen des Denkmalschutzes und der Denkmalpflege gibt die jeweils zuständige Untere Denkmalbehörde, mit fachlicher Beratung des LVR – Amt für Baudenkmalpflege Rheinland, spezifische Beratung über die Verfahrensweise und den richtigen Umgang mit der Bausubstanz (bis zum Ausführungsdetail). 10.3 Denkmalförderung Nachdem ein Gebäude unter Denkmalschutz gestellt ist, übernimmt die Eigentümerin/der Eigentümer die Pflicht, ihr/sein Gebäude nach denkmalrechtliche Gesichtspunkten zu erhalten. Das führt in vielen Fällen zu Mehrkosten, die aus denkmalpflegerischen Auflagen resultieren. Diese Mehrkosten sind zuschussfähig und können steuerlich geltend gemacht werden. Um Zuschüsse und auch steuerliche Vergünstigungen zu erlangen, ist die denkmalpflegerische Erlaubnis nach § 9 des Denkmalschutzgesetzes NW die Voraussetzung. Bescheinigungen werden von der Unteren Denkmalbehörde ausgestellt. Bedingung ist jedoch, dass mit den Arbeiten nicht vor der schriftlichen Erlaubnis begonnen wurde. In Frage kommen folgende Möglichkeiten:


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