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Euskirchen_61_03

1. DIE LANDESBAUORDNUNG 6/7 angrenzender Grundstücke mitzuteilen, dass ein genehmigungsfreies Bauvorhaben durchgeführt werden soll. Der Entwurfsverfasser und der Bauherr übernehmen die Verantwortung dafür, dass das Bauvorhaben allen öffentlich-rechtlichen Vorschriften entspricht. Weicht das Bauvorhaben auch nur von einer Vorschrift des Bebauungsplanes oder der Satzung ab, muss das Baugenehmigungsverfahren durchgeführt werden. Der Bauantrag ist um die Unterlagen, welche zum Baugenehmigungsverfahren gehören, zu vervollständigen und kann an den Kreis als Bauaufsichtsbehörde abgegeben werden. Von den selbstständigen Bauaufsichtsbehörden der Städte Euskirchen, Mechernich und Zülpich wird für deren Stadtbezirk direkt das Bauantragsverfahren eingeleitet. Sind die Unterlagen unvollständig, reicht die Gemeinde die Antragsunterlagen zurück. Auch bei dem Freistellungsverfahren sind den Bauaufsichtsbehörden des Kreises nach wie vor die Baubeginnanzeige sowie die Fertigstellungsanzeige vorzulegen. 1.2 Das vereinfachte und das allgemeine Baugenehmigungsverfahren nach § 68 BauO NRW Hier ist ein Bauantrag nicht mehr bei der kreisangehörigen Gemeinde, sondern direkt bei der zuständigen Bauaufsichtsbehörde einzureichen. Diese sind für die Gemeinden Blankenheim, Dahlem, Kall, Hellenthal, Nettersheim, Weilerswist und die Städte Bad Münstereifel und Schleiden der Kreis Euskirchen und im übrigen die selbstständigen Bauaufsichtsbehörden der Städte Euskirchen, Mechernich und Zülpich. Der Bauantrag muss alle notwendigen Bauvorlagen für seine rechtliche Beurteilung enthalten. Dazu gehören der Lageplan, die Flurkarte sowie ggf. eine Darstellung der Deutschen Grundkarte, die Bauzeichnungen, die Baubeschreibung und gegebenenfalls die Betriebsbeschreibung, die bautechnischen Nachweise, die Berechnung des umbauten Raumes bzw. die veranschlagten Rohbaukosten oder die geschätzten Herstellungskosten. Im einzelnen wird hierzu auf die Bauprüfverordnung hingewiesen. Danach bedarf es auch der entsprechenden Berechnungen über die Einhaltung der Festsetzungen des Bebauungsplanes bzw. Inhalte einer Satzung (z. B. Grundflächenzahl, Geschossflächenzahl, Baumassenzahl etc.) sowie des rechnerischen Nachweises der Höhe des Fußbodens des höchst gelegenen Aufenthaltsraumes über der Geländeoberfläche. Diese Unterlagen sind von einem bauvorlageberechtigten Entwurfsverfasser zu fertigen und zu verantworten. Die Bauaufsichtsbehörde wird dann kurzfristig prüfen, ob der Antrag formal vollständig ist, alle Unterlagen enthält, welche Zustimmungen bzw. Genehmigungen anderer Behörden notwendig sind, welche Dienststellen ansonsten zu beteiligen und welche Sachverständigen heranzuziehen sind. Die Bauaufsichtsbehörde soll nach § 72 Absatz 1 der Bauordnung NRW den Bauantrag dann (gebührenpflichtig) zurückweisen, wenn die Bauvorlagen unvollständig sind oder erhebliche Mängel aufweisen. Wenn die Unterlagen nur geringfügig unvollständig sind, wird das Bauamt des Kreises dem Antragsteller ein Mängelschreiben zusenden, durch das die fehlenden Unterlagen nachgefordert werden. Soweit der Bauantrag erhebliche Mängel aufweist oder gänzlich unvollständig ist, wird der Bauantrag zurückgewiesen. Gleiches gilt, wenn die geforderten Unterlagen nicht binnen einer ange


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